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Der Bezirk Köpenick
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Köpenick, ein Stadtbezirk im Südosten der Hauptstadt Berlin, war bis 1920
selbständige Stadt. Der Bezirk selbst enthält einen historischen
Stadtkern.
Weltweit bekannt wurde Köpenick durch die Tat des
Schusters Friedrich Wilhelm Voigt. Dieser wurde geboren am 13.2.1849 in Tilsit.
Durch eine unsanfte Begegnung mit der Obrigkeit, die er schuldlos hatte, hat
sich sein besonderes Verhältnis zu Staat und Recht gebildet. Er hatte bereits
viele Jahre seines Lebens im Gefängnis verbracht,
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| als er mittels einer preußischen
Hauptmannsuniform, die er als Faschingskostüm erwarb und dem umfangreichen
selbst angeeigneten Wissen eines Deutschen Offiziers eine
Abteilung Soldaten (die so genannte Hauptmanngarde), die auf dem Weg zu Ihrer Kaserne waren, seinem Befehl
unterstellte. Er
wollte durch diesen "Geniestreich" am 16.10.1906, 57 Jahre alt, einen Paß für seine
Ausreise im Köpenicker Rathaus bekommen. Dieser Plan schlug jedoch fehl, da er
während der Aktion feststellen mußte, daß im Rathaus keine Abteilung für
solche Angelegenheiten existierte. Diese "Köpenickiade", wie die Tat
später genannt wurde, machte ihn weltberühmt. Trotzdem starb er 1921 völlig
verarmt und wurde auf Kosten der Armenkasse bestattet. Viele deutsche
Schauspieler spielten die Rolle des Hauptmannes in Theater oder Fernsehen. Unter
diesen auch bekannte Namen wie Heinz Rühmann, Rudolf Platte, Gustav Knuth und
Harald Junke. |
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